Jahrgangskombinierte Klasse 1/2 mit flexiblem Schulanfang

Im Jahr 2006 wurden jahrgangskombinierten Klassen 1/2  eingerichtet . An der Waldschule gibt es erstmals in diesem Jahr nur eine sogenannte FLEX-Klasse, da ein geburtenschwacher Jahrgang eingeschult wurde.

Seit dem Schuljahr 2007/08 arbeitet die Waldschule nach dem Konzept des „Flexiblen Schulanfangs“ (siehe auch Hess. Schulgesetz §20). Dies bedeutet, dass alle schulpflichtigen Kinder in der Regel eingeschult werden und es keine Zurückstellungen vom Schulbesuch gibt. Nur noch in begründeten Ausnahmefällen kommt es zu einer Zuweisung in eine Vorklasse, sollten die Lernvoraussetzungen des Kindes nicht in einem ausreichenden Maß entwickelt sein. Mit dem Flexiblen Schulanfang  ist eine individuelle Verweildauer von 1-3 Jahren in der Klasse 1/2  möglich. Eine Nichtversetzung in Klasse 2 wird demnach nicht mehr ausgesprochen. Die Klassenkonferenz  beschließt, welche Kinder im Rahmen vom Flexiblen Schulanfang  gefördert werden sollen. Das können Kinder sein, die bereits zu Beginn einer Klasse 1 die Lernvoraussetzungen einer Klasse nicht erfüllen können oder eben auch Schüler, für die es im Verlauf der ersten zwei Schuljahre  für sinnvoll  gehalten wird, dass sie längere Zeit zum Lernen erhalten sollen. Möglich ist auch, eine kürzere Verweildauer zu beschließen. Schon sehr lange ist wissenschaftlich untersucht und belegt, dass der Entwicklungsstand sechsjähriger Kinder um drei bis vier Jahre differieren kann. Der Flexible Schulanfang ist darauf die richtige Antwort. Selbstverständlich ist eine enge Kooperation mit den Erzieherinnen des Kindergartens dafür notwendig. Der Übergang von Kindergarten zur Grundschule muss gut gestaltet sein. Die jahrelange enge Kooperation zwischen dem Kindergarten am Buchenberg und der Waldschule ist hier eine wichtige Voraussetzung für eine qualitativ gute Förderung der Kinder von Beginn ihrer Schulzeit an. Alle Schüler, die länger in der Klasse 1/2  bleiben, erhalten an der Waldschule ab dem  2.Halbjahr des ersten Schulbesuchsjahr einen Förderplan, in dem die Lernausgangslage und die differenzierten Lernziele festgehalten werden. Dafür ist auch die enge Kooperation mit den Eltern unverzichtbar. Mit den Eltern werden alle Beschlüsse und  die Förderpläne ausführlich besprochen.

Der jahrgangsübergreifende Unterricht geht immer von einem gemeinsamen Thema aus, an dem dann die einzelnen Lernziele der Jahrgänge über differenzierte Aufgabenstellungen erarbeitet werden. Sowohl für die Entwicklung der Sozialkompetenz z.B. über partnerschaftliches Arbeiten von älteren und jüngeren Schülern in einer Klasse und auch für die differenzierte Förderung aller Schüler und Schülerinnen bietet dieses Unterrichtsmodell entscheidende Vorteile.